Proprietäre Automationswelten
Die grossen Automationsanbieter sprechen alle über mehr Offenheit, während sie mit ihren proprietären Standards genau das Gegenteil forcieren. Die Betreiber von Anlagen sehen sich bislang damit konfrontiert, dass jeder etablierte Hersteller von Automationsgeräten alles technisch mögliche unternimmt um sich von der Konkurrenz abzugrenzen und so seine Kunden an sich zu binden. In der Regel wird ein proprietäres System über einen proprietären Bus an das bestehende Umfeld angebunden bzw. integriert. Es liegt in der Verantwortung des Betreibers/Eigentümers in seiner Umgebung die dazu benötigten proprietären Schnittstellen, Softwaretools und Softwaretreiber stets aktuell zu halten um damit die Kommunikation aufrecht zu erhalten. (vgl. Bild 1) Schliesst ein Betreiber in seiner Anlage Geräte unterschiedlicher Hersteller zusammen, baut er sich gar ein heterogenes „Eigen-System“ auf. Er benötigt dafür zusätzliche Software die er unter Umständen gar selbst entwickeln muss und wird damit zum „Middleware-Betreiber“ (vgl. Bild 2). Dies ist nicht einfach und verursacht periodisch Kosten und auch Probleme –schlimmstenfalls wird dies längerfristig gar zum Flexibilitätskiller für die Anlage. Obwohl der Betreiber seine Anlage(n) ja nur nutzen und Warten will muss dieser seine Techniker auf die Struktur der proprietären Systeme aller Gerätehersteller schulen lassen, dessen proprietären Software-Werkzeuge auf allen Service-PCs/Notebooks installieren und diese auch stets aktualisieren. Ist es nicht perfide sich stets mächtige Programmiersoftware kaufen zu müssen obwohl man selbst keine Automationslösungen entwickelt?
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| Integration eines konventionellen Automationsgerätes in die Automations- und Managementebene |
Das Eigen-System mit der Middle-Ware birgt hohe Kosten, Risiken und wenig Flexibilität für den Eigentümer |
AutomationServer
Der AutomationServer ist zwar ein neues Konzept, basiert jedoch auf bewährten Technologien. Er ist eine Kombination von Web- und IT-Features sowie universellen Standardschnittstellen die direkt ins Automationsgerät integriert wurden, und dadurch dem Benutzer den Zugriff auf das proprietäre Ressourcen und Prozessmodell öffnen. Web-Server, FTP-Server, SMTP-Client (E-Mail etc.) sowie ein eigenes File-System mit grossem Datenspeicher befinden sich direkt im Automationsgerät und sind keine externen Komponenten die zusätzlich erworben werden müssen. Diese Features erlauben es dem Benutzer aus seinem bestehenden Umfeld über Standardtools wie z. Bsp. einem Webbrowser direkt auf das Automationsgerät zuzugreifen und Daten auszulesen oder einzuspeisen. Er muss für die Kommunikation mit den proprietären Geräten nicht mehr teure proprietäre Softwaretools erwerben, nicht länger proprietäre Schnittstellen und Softwaretreiber pflegen, und hat keinen Ärger mehr mit proprietären Datenformaten. Er holt sich seine benötigten Werte im Excel-kompatiblen CSV-Datenformat ab oder lässt sie sich von der Steuerung direkt per Email schicken. Dadurch hat der Kunde nicht nur eine massive Kosteneinsparung, sondern es werden auch die Workflows für die Bedienung und Wartung seiner Anlage vereinfacht. Die Last und Verantwortung der proprietären Kommunikationsintegration ist weggeblasen. Dieser Mehrwert ermöglicht es, homogene wie auch heterogen ausgerüstete Anlagen und Liegenschaften kostenneutral sogar noch weiter zu automatisieren. Durch den Verzicht auf proprietäre Nutzerwerkzeuge ist dies sogar mit weniger qualifiziertem Personal möglich als bisher.

Der AutomationServer als offene, universelle Brücke für den Anwender zur proprietären Automationswelt
Altes mit Neuem kombiniert
Dass das „Neue“ nicht grundsätzlich besser ist um nachhaltig Nutzen und Fortschritt zu erzeugen haben zahlreiche Beispiele aus der Praxis gezeigt. Deshalb hat Saia-Burgess kontinuierlich „Altes“ mit „Neuem“ kombiniert und somit seine Innovations- und Technologiekultur aufgebaut und weiterentwickelt. Das „Neue“ waren Technologien aus der Web- und IT-Welt sowie auch aus dem Bereich der Consumer Elektronik (z. B. SD-Flash, Haptic) und der Telekommunikation (z. B. GPRS). Diese einzelnen Technologien an sich sind nichts Neues und sie sind sehr weit verbreitet. Neu jedoch ist, dass all diese Technologien in einem frei programmierbaren Automationsgerät mit industriellem Design und entsprechend langen Lebenszyklus vereint sind. Das dies nicht von heute auf morgen geschah, visualisiert die untenstehende Grafik (vgl. Bild 4, Web- und IT-Innovationsgeschichte von SaiaPCD.) Seit dem Jahr 2000 verfügen alle SaiaPCD Steuerungen standardmässig über einen Web-Server. Die weiteren IT-Features wurden über die Jahre hinweg addiert, und als Summe davon entstand der AutomationServer. Saia-Burgess hat sich damit einen grossen Vorsprung vor dem Wettbewerb erarbeiten und den Endkunden damit ein fast unwiderstehliches Argument gegeben, ihre bisherigen Paradigmen und damit auch Zuliefererstrukturen zu „innovieren“. Es wurde damit bewiesen, dass man all diesen Kundennutzen erreichen kann, ohne einen PC oder teure grosse Steuerungen zu installieren. Mit der Einführung der neuen SaiaPCD1 wird der AutomationServer auch bei Geräten die nur halb soviel kosten wie die bisherigen Steuerungen verfügbar werden. Saia-Burgess sagt, dass sie damit noch lange nicht am Ende ihrer Möglichkeit angelangt sind, und dass es jedem Wettbewerber frei steht ihrem Weg zu folgen. Dazu müssten diese nur all die Web- und IT-Technologien in einer industriellen Weise integrieren, und zudem bereit sein ihre bisherigen technischen Grenzen und Hürden abzubauen. Denn für den AutomationServer wurde keine eigene, geheimnisvolle proprietäre Technologie entwickelt, sondern nur bestehende universelle Standards genutzt und industriell integriert.

Web- und IT-Innovationsgeschichte von SaiaPCD
Resüme
Das Konzept des AutomationServers ist nicht eine verbesserte oder modifizierte Version von Altbekanntem, sondern ein radikal anderer Ansatz. Dieser basiert darauf, dass der Wildwuchs von vielen inkompatiblen, proprietären technischen Standards weitestgehend durch universelle Standards ersetzt wird, welche faktisch weltweit zum Allgemeingut geworden sind. Was auch künftig noch proprietär bleiben wird, sind die Werkzeuge für die Entwicklung von Automatisierungssoftware. Dies ist die Domäne des Systementwicklers bzw. Systemintegrators. Dank dem AutomationServer muss sich der Betreiber und Anwender mit diesen proprietären Softwarepaketen nicht mehr abmühen. Er will ja nicht Automationslösungen entwickeln, sondern diese nur effizient nutzen. Er kann sich künftig mehr auf sein Kerngeschäft konzentrieren und durch Automation mehr Wert produzieren. Dass sich die Web-Technologie von Saia-Burgess bewährt, belegen die über 100 000 bereits installierten Web-Server weltweit.

SaiaPCD liefert die Lösung für ein gravierendes Problem, während die meisten Anderen für viel Geld weiterhin die Ursachen von Problemen und laufenden Kosten verkaufen.